Viele Hersteller stehen vor der gleichen Herausforderung: Über Jahre gewachsene Embedded-Softwarelandschaften haben zu komplexen, variantenreichen Produktportfolios geführt. Unterschiedliche Codebasen, enge Kopplungen und begrenzte Wiederverwendung machen Änderungen aufwendig und riskant.
Mit dem Cyber-Resilience-Act verschärft sich diese Situation deutlich. Security-Updates, Nachweisführung und langfristige Wartung sind nicht mehr optional, sondern verpflichtend – über alle Varianten und Produktgenerationen hinweg. Wartung wird damit endgültig zum geschäftskritischen Faktor.
Unser Beitrag
awinia macht Wartung auch in nicht optimal skalierenden Systemen wieder beherrschbar.
Eingehende Ereignisse wie Schwachstellenmeldungen, Fehlerberichte oder Änderungsanforderungen werden durch KI-gestützte autonome Wartung automatisiert verarbeitet: Betroffene Komponenten und Varianten werden erkannt, Auswirkungen analysiert und geeignete Maßnahmen abgeleitet. Fixes werden gezielt erstellt oder übertragen, Tests ergänzt und Änderungen abgesichert.
So entstehen belastbare Ergebnisse – von validierten Patches bis zu konsistenter Dokumentation und Nachweisen.

Kompetenzschwerpunkte
Aufbau autonomer Wartung auf bestehenden Systemlandschaften: Wir etablieren ein KI-gestütztes Wartungssystem, das sich in bestehende Codebasen, Tools und Prozesse integriert. Analyse- und Entscheidungslogiken werden systematisch eingebettet und durch geeignete Verifikationsmechanismen ergänzt.
Schaffung von Transparenz und gezielter Wartbarkeit: Wir schaffen Komponentenübersichten und SBOMs als Grundlage für fundierte Entscheidungen, Impact-Analysen und regulatorische Nachweise. Abhängigkeiten werden explizit gemacht und in automatisierte Analysen überführt.
Skalierung des Varianten- und Patch-Handlings: Schwachstellenberichte und Fehlerbilder werden automatisiert analysiert: Betroffene Komponenten und Varianten werden identifiziert, Fixes abgeleitet und übertragbar gemacht. Änderungen werden durch gezielte Tests entlang der betroffenen Komponenten und Varianten abgesichert.
Sicherstellung kontinuierlicher Optimierung im Betrieb: Analyse, Patch-Handling, Testing und Validierung werden als Teil der KI-gestützten Wartungsprozesse kontinuierlich weiterentwickelt und an Systemkomplexität sowie regulatorische Anforderungen angepasst. Absicherung und Teststrategien werden dabei laufend verfeinert und in bestehende Prozesse integriert. Compliance-Aspekte werden systematisch mitgeführt.
Optional übernehmen wir den operativen Betrieb der autonomen Wartung vollständig.

Ergebnis und Nutzen
Systematische und skalierbare Wartung: Analyse, Patch-Erstellung und Absicherung werden systematisch automatisiert und über Varianten hinweg ausgerollt. Wartung entkoppelt sich damit von wachsender Komplexität und wird wirtschaftlich beherrschbar.
Schnelle und kontrollierte Umsetzung von Änderungen: Schwachstellen und Fehler werden automatisiert verarbeitet, Auswirkungen transparent gemacht und Änderungen gezielt umgesetzt und abgesichert. Geschwindigkeit steigt, ohne dass Risiken zunehmen.
Planbare Compliance und stabile Lieferfähigkeit: Nachweise, Traceability und Sicherheitsanforderungen werden kontinuierlich im Prozess erfüllt. Wartung wird unabhängig von Einzelwissen und bleibt auch bei wachsender Komplexität zuverlässig steuerbar.
So wird Wartung vom Kosten- und Risikofaktor zu einem beherrschbaren, skalierbaren Hebel für stabile und zukunftsfähige Produktentwicklung. Die zentrale Rolle des Menschen verschiebt sich – weg von manueller Einzelfallbearbeitung hin zu Bewertung, Steuerung und Entscheidung. Ein „Human in the Loop“ stellt sicher, dass Ergebnisse eingeordnet, Prioritäten richtig gesetzt und kritische Änderungen bewusst freigegeben werden.
Wie diese Zusammenarbeit aus automatisierter Analyse und menschlicher Entscheidung konkret gestaltet werden kann und welchen Einfluss sie auf Qualität, Geschwindigkeit und Risiko hat, wird im folgenden Artikel vertieft beleuchtet.