Viele industrielle Softwaresysteme erfüllen geschäftskritische Funktionen auf einer technischen Basis, die den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht wird und deren ursprüngliche Entwickler oft nicht mehr greifbar sind. Häufig zwingen externe Faktoren zum Handeln: abgekündigte Hardware, Betriebssysteme wie Windows CE, die durch den Cyber Resilience Act faktisch nicht mehr einsetzbar sind, oder normative Anforderungen wie die IEC 62443 oder IEC 61508, die sich auf historisch gewachsenen Plattformen kaum noch sauber umsetzen lassen.
Eine Modernisierung gilt dabei als kostenintensiv und risikoreich und wird deshalb oft aufgeschoben, bis der Handlungsdruck akut wird: Das Produkt darf nicht mehr ausgeliefert werden, die Zulassung läuft aus, ein Patch ist regulatorisch gefordert, aber technisch nicht mehr leistbar. Aus einem strategischen Projekt wird dann ein getriebenes Reaktionsprojekt – mit entsprechend höheren Kosten und schlechteren Optionen.


Unser Beitrag
awinia verantwortet die vollständige Überführung eines Bestandssystems auf eine wart- und skalierbare technische Basis – von der Rekonstruktion der tatsächlichen Funktionalität über den Aufbau einer belastbaren Testgrundlage bis zur eigentlichen Modernisierung und Übergabe.
Durch den konsequenten Einsatz KI-gestützter Prozesse wird Modernisierung in einem Aufwandsrahmen möglich, der früher wirtschaftlich nicht darstellbar war – ohne Abstriche bei der nachweisbaren Erhaltung des bestehenden Funktionsumfangs. Kritische Entscheidungen bleiben in erfahrener menschlicher Hand, repetitive Arbeit übernimmt die Maschine.
Kompetenzschwerpunkte
Rekonstruktion des Ist-Verhaltens. awinia erfasst systematisch, was ein Bestandssystem tatsächlich leistet – auch dort, wo Dokumentation fehlt oder widersprüchlich ist. Das entstehende Funktionsbild dient als Blaupause für alle weiteren Schritte und als fundierte Grundlage für die Scope-Entscheidung.
Risiko- und Aufwandsanalyse. Vor jeder technischen Umsetzung steht eine präzise Bewertung der notwendigen Anpassungen – von Toolchain-Updates bis zu Bibliotheksersatz – inklusive der mit jedem Schritt verbundenen Risiken. Damit ist eine fundierte Go-/No-Go-Entscheidung möglich.
Herstellung von Testbarkeit. Wo keine belastbare Testabdeckung existiert, baut awinia sie auf: automatisiert, gestützt auf die erfassten Anforderungen und mit einer Strategie, die zum jeweiligen System passt. Die Testsuite sichert nicht nur die Migration ab, sondern bleibt dem Kunden als nachhaltiges Qualitätsinstrument erhalten.
Risikokontrolle. Die eigentliche Umstellung erfolgt in engem Schulterschluss mit dem Kunden und durchgängig abgesichert durch die vorab erstellte Testsuite. Routinearbeiten werden KI-gestützt beschleunigt, kritische Design- und Architekturentscheidungen bleiben in erfahrener menschlicher Hand.
„Smarte“ Zusatzfunktionen. Modernisierung heißt nicht nur „neue Hardware“ oder „neues OS“, sondern auch: Neue Funktionen, die vorher nicht denkbar waren. awinia konzipiert und implementiert in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden neue Produktfeatures, die für den Kunden einen echten Mehrwert bieten.
Ergebnis und Nutzen
Am Ende steht ein System auf aktueller technischer Basis, dessen funktionale Äquivalenz zum Bestandssystem durch die begleitende Testsuite nachweisbar abgesichert ist und das auch für absehbare Zukunft aktuellen und neu aufkommenden Anforderungen gerecht wird.
Der Kunde erhält eine Dokumentation der durchgeführten Änderungen sowie eine aktualisierte Funktionsbeschreibung des Systems – und damit eine solide Grundlage für den unabhängigen Weiterbetrieb und zukünftige Weiterentwicklung. Durch den strukturierten, KI-gestützten Prozess bleibt der Gesamtaufwand über das Projekt hinweg planbar und deutlich unter dem, was bei klassischen Modernisierungsvorhaben üblich ist.
Dieselbe Testgrundlage ist zugleich das Fundament, auf dem weiterführende Automatisierungsschritte wie unsere Embedded-Testinfrastruktur oder die teilautonome Wartungsleistung aufsetzen können.
